Die Schulaustretenden 2020 werden verabschiedet.

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80 austretende Schülerinnen und Schüler der Kreisschule Mittelgösgen versammelten sich am 3. Juli 2020 zur besonderen und speziellen Abschlussfeier – besonders und speziell darum, weil Eltern und Angehörige an der Feier nicht teilnehmen konnten.

Schulleiter Andreas Basler zeigte sich dennoch erfreut, dass einerseits die Abschlussfeier in diesem reduzierten Rahmen stattfinden darf und andererseits, dass sich alle Anwesenden für diesen wichtigen Moment zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit in Robe und Schale gekleidet hatten.

Armando Pagani, Präsident des Zweckverbands Kreisschule Mittelgösgen, liess es sich zu Beginn der Feier nicht nehmen, den Schülerinnen und Schüler, den Lehrpersonen, der Verwaltung, dem Technischen Dienst sowie explizit auch den Eltern für die gute Zusammenarbeit während der Lockdown- und Lockout-Phase ein grosses Dankeschön auszusprechen. Dieses gute gemeinsame Schaffen hat sich zum Wohle der Schülerinnen und Schüler ausgewirkt.

„Irgendwie passt die absolut ausserordentlich spezielle Schulschlussfeier 2020 aber auch zu euch, liebe Schülerinnen und Schüler. Denn – auch ihr seid ausserordentlich und speziell gewesen – und das vor allem im positiven Sinn!“ meinte Basler zu den Austretenden und führte dies an drei erkennbaren Kompetenzen auch aus.

Zum einen haben alle eine Anschlusslösung gefunden – wobei vier Schülerinnen und Schüler noch Praktika-Stellen für die aufgegleisten Zwischenlösungen zu generieren haben. Das werde ihnen gelingen, weil sie sich darum kümmern und sich darum bemühen. Mit ihrer Anschlusslösung hätten sie das zentrale Ziel der Sekundarstufe I erfüllt. Es sei damit bereits an der Zeit, die Ziele für die Sekundarstufe II auszuloten und nach und nach zu definieren. Dabei wünschte Basler ihnen schon heute einen guten Draht zu sich selber, dass sie mit sich selber echt und ehrlich sind und sich gleichzeitig mit ihren Nächsten dazu konstant austauschen.

Im Weiteren haben sich die Schülerinnen und Schüler in der Zusammenarbeit bewähren müssen. Dass ihnen das in weiten Teilen gelungen ist, zeigen die Resultate ihrer Projektarbeiten auf. Ein deutliches Zeichen dafür war, dass es für die Coaches klar und selbstverständlich war, dass auch unter erschwerten Bedingungen eine Ausstellung realisiert werden musste. Das wäre nicht so gewesen, wenn sie auf einen mehrheitlich schwierigen Prozess mit mühsamer Kooperation hätten zurückblicken müssen. Nein, das Gegenteil war der Fall. Und die Ausstellung hat ihnen recht gegeben. Wenn Projektarbeiten dazu anregen, dass sich junge Menschen über Schulstufen hinweg zum Beispiel einer vertieften, echten und empathischen Auseinandersetzung zum Thema Flüchtlingswege annehmen, dann macht sich Basler keine Sorgen um gesellschaftliche Herausforderungen der Zukunft und hofft mit den Schülerinnen und Schülern, dass daraus eine Nachhaltigkeit entstehen darf.

Und schliesslich war es die Sozialkompetenz, welche die Schulaustretenden auszeichnete. Sie seien sympathisch – für sie planten Klassen im 2. Kurs Überraschungen – offensichtlich seien sie ihnen wichtig gewesen. Da haben sie als Drittkürsler wohl einiges gut, wenn nicht sogar sehr gut gemacht. Was kann das denn gewesen sein? Basler glaubt zu wissen, dass sie einen respektvollen Umgang gepflegt haben, dieser ist ihnen untereinander wie auch gegenüber ihren jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler gelungen. Dabei haben sie einerseits vieles selber als Selbstverständlichkeit mitgebracht oder auch vieles in der Begleitung durch ihre Lehrpersonen gut aufgenommen und umgesetzt. Und dies alles ist ihnen sogar so gut gelungen, als ob sie schon heute wüssten, dass in 20 oder 30 Jahren der Altersunterschied von einem Kurs zum anderen verschwindend unwichtig sein wird. Bravo!

Eine Schülerin erfuhr durch Frau Naja von Schroeder eine besondere Erwähnung und Ehrung. Als Gestalterin der Umschlagseiten des Jahresberichts hat sich Nelly Tanner intensiv mit der dominierenden Schuljahresthematik auseinandergesetzt und darf zurecht stolz auf das Resultat sein.

Zur eigentlichen Übergabe der Zeugnisse und Abschlusszertifikate wurden die Klassen zusammen mit ihren Lehrpersonen Natalie Erismann (B3a), Michael Kaser (E3a), Karin Kissling und Christina Guillod (B3b) sowie Andreas Odermatt (E3b) auf die Bühne gebeten. Für die abwesenden Eltern entstand gleichzeitig von allen Schülerinnen und Schülern ein Einzelbild durch Marco von Felten von der Start-up-Firma bokeh production, welches im Nachgang zur Schlussfeier individuell zugestellt wird.

Zu begleitenden Pianoklängen durch Musiklehrer Thomas Gröli erhielten alle die Abschlussdokumente zusammen mit einer Girlande überreicht. Die Girlande leitete perfekt über zur selber organisierten Beachparty auf dem Kreisschulareal, welche nach Spiel, Spass und Kulinarik im gemeinsamen Hochlassen von Ballonen gipfelte. Ein ausserordentlich toller Jahrgang hat die obligatorische Schulzeit mit einem ausserordentlichen tollen Schlusspunkt beendet.

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